ISO 11898-3 Low-Speed CAN (Single-Wire CAN): Zuverlässige Kommunikation für nicht sicherheitskritische Systeme
ISO 11898-3, auch bekannt als Low-Speed CAN oder Single-Wire CAN, ist ein standardisiertes Kommunikationsprotokoll auf Basis der Controller Area Network (CAN)-Technologie, das für Fahrzeugsysteme entwickelt wurde, bei denen keine hohen Datenübertragungsraten erforderlich sind. Dieses Protokoll wird häufig für nicht sicherheitskritische Systeme wie Fensterheber, Beleuchtung, Komfortsensoren und Klimaanlagen verwendet.
Wie Low-Speed CAN funktioniert
Low-Speed CAN verwendet eine Ein-Draht-Kommunikationsleitung zwischen den ECU-Modulen. Der Standard unterstützt Datenübertragungsraten von bis zu 125 kb/s und bietet eine zuverlässige und robuste Kommunikation selbst in Umgebungen mit elektromagnetischen Störungen.
Zu den wichtigsten Merkmalen gehören:
- Einfache physikalische Schicht, die die Implementierungskosten reduziert
- Fehlererkennung und erneute Nachrichtenübertragung
- Effiziente Datenübertragung für nicht sicherheitskritische Fahrzeugsysteme
Launch OBD-II-Adapter, die das Protokoll unterstützen:
DBScar I, DBScar II, DBScar III, DBScar IV, DBScar V, DBScar VII
ThinkDiag-Geräte, die das Protokoll unterstützen:
ThinkDiag, ThinkDiag 2
Ediag-Geräte, die das Protokoll unterstützen:
Ediag YA-101, Ediag YA-201, Ediag Plus, Ediag Elite



Vom Protokoll unterstützte Fahrzeugtypen und Marken:
Personen- und leichte Nutzfahrzeuge europäischer und amerikanischer Hersteller, darunter Volkswagen, Audi, BMW, Mercedes-Benz, Ford, GM, sowie Fahrzeuge mit Komfort- und Zusatzsystemen (z. B. ABS, ESP, Klimaanlage); in der Regel Modelle ab 2003.
Low-Speed CAN verwendet eine Ein-Draht-Verbindung und geringere Übertragungsgeschwindigkeiten für weniger kritische Fahrzeugsysteme.
Vorteile von ISO 11898-3 Low-Speed CAN
- Geringere Implementierungskosten im Vergleich zu High-Speed CAN
- Zuverlässige Kommunikation für nicht sicherheitskritische Systeme
- Standardisiert und kompatibel mit verschiedenen Fahrzeugtypen
- Ermöglicht eine einfache Diagnose und Überwachung der Modulfunktionalität
- Ideal für Komfort- und Zusatzsysteme in Fahrzeugen
Nachteile und Einschränkungen
- Geringe Datenübertragungsgeschwindigkeit (bis zu 125 kb/s) begrenzt den Datendurchsatz
- Nicht geeignet für kritische Systeme wie ABS oder Motorsteuerung
- Erfordert kompatible Diagnosewerkzeuge
- Beschränkt auf Fahrzeuge, die mit Single-Wire-CAN-Netzwerken ausgestattet sind
Anwendungsbereiche von Low-Speed CAN
Low-Speed CAN wird zur Steuerung und Diagnose nicht sicherheitskritischer Systeme eingesetzt, darunter elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, Beleuchtung und Klimaanlage. Seine Einfachheit und Zuverlässigkeit machen es ideal für Komfort- und Zusatzmodule in Fahrzeugen.
Fazit
ISO 11898-3 (Low-Speed / Single-Wire CAN) bietet einen zuverlässigen und kosteneffizienten Standard für die Kommunikation und Diagnose nicht sicherheitskritischer Fahrzeugsysteme. Seine Fähigkeit, die Implementierungskosten zu senken und gleichzeitig eine hohe Zuverlässigkeit zu gewährleisten, macht ihn unverzichtbar für die Verwaltung von Zusatzfunktionen in modernen Fahrzeugen.

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